Ausstellungen des Fotoclub Dresden 74 e.V.
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Gegensätze
vom 10.01.2012 bis zum 10.09.2012
Gegensätze
"Nur die Gegensätze lehren einen die Welt kennen; wer nicht ums Dunkel weiß, kann das Licht nicht kennen", heißt es in einer japanischen Weisheit.
Sätze wie dieser lassen ahnen, Gegensätze sind wichtig, nur so ist unsere Umwelt erkennbar und ein Beurteilen überhaupt erst möglich. Wir unterteilen nach Kontrasten und Gegensätzen. Sie bringen Vielseitigkeit, Spannung, Ordnung. Alles wäre grau in grau, so wie Nebel, gäbe es nicht die Gegensätze.
Aus Unterschieden entwickeln sich Gegensätze. Der extremste Unterschied zwischen zwei oder mehreren Dingen, Handlungen oder Eigenschaften ist ein Gegensatz. Wir suchen die Grenzwerte bzw. Pole und ziehen Verbindungslinien zwischen diesen Extremen. Auf diesen Linien werden wir uns all der Nuancen und Schattierungen bewusst.
Gegensätze sind wie Yin und Yang, das absolut Andere und doch eine perfekte Symbiose, das Eine ergänzt das Andere. Dominiert eine Seite kommt es zu einem Ungleichgewicht. Harmonie entsteht, wenn sich beide Pole ergänzen bzw. ausgleichen. Gegensätze können sich auch ausschließen, wie z. B. heiß oder kalt.
Visuell nehmen wir unsere Umwelt deshalb wahr, weil sie voller optischer Kontraste ist. Die Fotografie setzt sich mit dem Thema Gegensätze auf dieser visuellen Ebene auseinander. Die Mitglieder des Fotoclubs Dresden 74 e. V. haben sich viel Mühe gegeben, diese unterschiedlichen Seiten der Gegensätze bildlich darzustellen. Kreativ wurde eine breite Palette von Gegensätzen fotografisch interpretiert.
Zum einen können Gegensätze inhaltlich über den erzählenden Aspekt eines Bildes dargestellt werden.
So zeigt das Bild "Steinadler und Mädchen" (Klaus Zimmermann) die Verschiedenheit von Mensch und Tier.
Das Prinzip der Polarität, von Yin und Yang, Mann und Frau, wird im Bild "Observationen2" (Horst Kath) dargestellt.
Zum anderen können in der Fotografie Gegensätze durch formale Faktoren wie Kontraste dargestellt werden.
Ein starker Farbkontrast (blau - gelb) wurde für das Bild "+-" (Karsten Reinhard) gewählt um Polarität darzustellen. Zusätzlich kommt noch eine Richtungsänderung. Auch das Bild "richtige Richtung" (Jan Eulenberger) zeigt einen Gegensatz in Form einer Richtungsänderung. Wortwörtlich wird uns die Kehrseite bei "im Gegenverkehr" (Klaus Zimmermann) gezeigt. Harmonische Linienspiele ergeben sich aus dem Gegensatz von geraden und geschwungenen Linien, wie die Bilder "Spuren" (Heinz Ruge) bzw. "Kurven und Striche" (Jürgen Grobshäuser) zeigen. Einen Formenkontrast, (rund - eckig) und gleichzeitig einen Mengenkontrast (einzeln - viel) zeigt das Bild "Dialektik2" (Jan Eulenberger).
Natürlich ist es auch möglich inhaltliche und formale Faktoren zu kombinieren.
Das Bild "Strandquartiere" (Ines Pampel) zeigt neben dem erzählenden Aspekt auch noch einen Mengenkontrast und einen Größenkontrast. Versuchen Sie doch selbst einmal in den Bildern "Gleich krachts" (Thomas Gruß) oder "Solidarität" (Peter Mücke) die verschiedenen Gegensätze zu finden.
Wir hoffen diese Ausstellung gefällt Ihnen und vielleicht halten Sie einen Augenblick inne und betrachten ihre Umwelt ganz bewusst mit offenen Augen. Sie werden noch viel mehr Dinge entdecken, als es im Rahmen dieser Ausstellung möglich ist, zu zeigen.
Beate Zimmermann
Diese Präsentation findet im ASB Seniorenheim „Am Gorbitzer Hang“
01169 Dresden, Leutewitzer Ring 84 statt
Sächsische Landeszentrale für politische Bildung
vom 10.10.2011 bis zum 09.10.2012
Blick auf Sachsen
vom 19.09.2011 bis zum 18.09.2012
Wir freuen uns, Ihnen als ein Ergebnis unserer fotografischen Arbeit, gemeinsam mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, unseren
Blick auf Sachsen
präsentieren zu dürfen.
Dieser Blick schweift ebenso über die sächsischen Kulturlandschaften wie über Industrielandschaften und geht hinaus in die Natur. Menschen werden in ihrem Erleben der Natur fotografisch begleitet, der Mensch selbst ist Bildinhalt, wie auch die Spuren seines Tuns.
Vieles wird in Gesamtansichten erfasst, einzelne Bildautoren gehen ins Detail. Der direkte Blick ist die Regel, der indirekte Blick verschleiert die fotografierten Objekte ebenso wie Teilansichten.
Ungewöhnliche Perspektiven einzelner Objektteile, hoch hinaus in die Vogelperspektive und wieder hinab zum farbintensiven Bildnis von Vögeln selbst. Farbe und Schwarzweis, hinweg über Tages- und Jahreszeiten ...
Die ersten Bildergebnisse erfahren oft eine weitere künstlerische Einflussnahme durch die Fotografen. Hierbei nutzen die Bildautoren die unbegrenzt erscheinenden technischen Möglichkeiten der heute zur Verfügung stehenden Bildbearbeitungswerkzeuge.
Aus einer Vielzahl von Einzelbeiträgen, künstlerischen Grundauffassungen, handwerklichem Können und anderen individuellen Möglichkeiten der Fotografen, entsteht durch das Zusammenfügen von Einzelergebnissen ein gemeinsames Werk, bei dessen Betrachtung wir Ihnen viel Freude wünschen.
Teile der Ausstellung sind in den öffentlich zugänglichen Bereichen der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung, Schützenhofstraße 36 in 01129 Dresden zu sehen.
die Mitte
vom 13.09.2011 bis zum 12.09.2012
Die Fotografie, als Form der bildlichen Darstellung, verlangt vom Autor in der Regel eine Beschränkung auf eine zweidimensionale Fläche. Auf dieser präsentiert er dem Betrachter seine Botschaft. Wesentliche Gestaltungsmerkmale sind der Bildaufbau und die Anordnung des zentralen Bildelements; zunächst bei der Aufnahme und in der Folge bei der Wahl des endgültigen Bildausschnittes.
Der Fotograf muss seine Position zur Mitte einnehmen.
Dimension definiert sich als Ausdehnung und so lässt sich die Position und Größe eines Objektes in einem Koordinatensystem quantitativ beschreiben. Daneben kann der Betrachtung eine zeitliche Komponente, als vierte Dimension hinzugefügt werden. Diese ergibt sich aus der Bewegung von Objekten, also des Raumes an sich.
Zum einen kann schon das Objekt der Darstellung, für sich alleine betrachtet,
Mitte
thematisieren, gleichzeitig aber auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und individuellen Wertesystemen bedeuten.
Hierdurch sind die Möglichkeiten, sich dem Thema Mitte sowohl inhaltlich als auch darstellerisch zu nähern, jedoch nicht abschließend beschrieben.
Aus der Zusammenstellung von Einzelwerken zu einer Ausstellung entsteht eine gemeinschaftliche, im Vorfeld nicht klar zu definierende Botschaft. Sowohl den Einzelwerken als auch dem Gesamtwerk steht der Betrachter gegenüber und erhält einen Impuls für die Reflektion der eigenen Sichtweisen.
Dazu wünschen wir Ihnen einige erholsame und anregende Minuten.
Diese Präsentation ist während der Öffnungszeiten des Krankenaus Friedrichstadt in der Patientenannahme und dem Versorgungszentrum zugänglich.
Die Senioren von Großzschachwitz
vom 01.04.2011 bis zum 31.12.2011
Seniorenportraits
Bei der Vernissage zu unserer Ausstellung "Winterimpressionen" im letzten Jahr entstand die Idee, Seniorenportraits anzufertigen und in einer eigenen Ausstellung zu präsentieren. Freiwilligkeit vorausgesetzt, kann dieses Projekt für alle Beteiligten ein Gewinn sein: für die Senioren entsteht ein abwechslungsreicher Kontakt zu uns Hobbyfotografen, ein Bilddokument aus dem Lebensabschnitt und öffentliche Aufmerksamkeit; für die Angehörigen eine gute Möglichkeit, sich mit Menschen aus der Umgebung ihrer Lieben bekannt zu machen und sich an den Charakterportraits zu erfreuen; für das Personal, sich den starken, lebenserfahrenen und aufmerksamen Menschen einmal in anderer Weise zu nähern. Für die acht Fotografen des Fotoclubs war es eine beeindruckende Begegnung mit Menschen, die uns sehr aufgeschlossen und interessiert gegenübergetreten sind, viel Verständnis für unsere Wünsche aufgebracht und auch sehr persönliche Dinge aus ihrem bewegten Leben berichtet haben. Neben den Hauptdarstellern haben wir der freundlichen und stets gegenwärtigen Unterstützung durch das Personal zu verdanken, dass wir unser gemeinsames Projekt umsetzen und nun in einer Ausstellung präsentieren können.
Diese Ausstellung ist zu sehen im.
Seniorenzentrum Prof. Rainer Fetscher, AWO Sachsen
Jonsdorfer Straße 20
01259 Dresden
Vorher Nachher
vom 25.01.2011 bis zum 25.01.2012
Vorher und Nachher
Wovor und wonach? Wir haben als Fotoclub eine Aktion in einem Einkaufszentrum Dresdens begleitet, bei der es auch darum ging, einige Freiwillige mit den Mitteln des modernen Stylings, also Frisur, Kosmetik und Kleidung zu verändern. Nach Möglichkeit im positiven Sinne. Obwohl dieser Vorgang sicher auch soziologisch, gesellschaftskritisch und moralisch zu hinterfragen ist, haben sich in unseren Bildern alle Kandidaten während dieses Prozesses tatsächlich in ihrer Wirkung nach außen, aber ganz besonders in ihrer eigenen Wahrnehmung verändert. Wir sehen am Beginn des Vorgangs in unseren "vorher" Bildern, wie die Teilnehmer kamen. Wir können in den folgenden Darstellungen sehen, wie sich die Friseure, Kosmetikerinnen und Stylisten bemühen, einen persönlich passenden Stil für ihr Modell zu finden. Und: wir sehen im Ergebnis Menschen, die einen Gewinn an Selbstvertrauen, Ausstrahlungskraft und Selbstwertgefühl erfuhren. Und das, obwohl sie sich als Mensch in dieser kurzen Zeit kaum ändern konnten. Zuwendung, Einsatz von materiellen Ressourcen und das Gefühl, für einen Moment im Mittelpunkt großen Interesses zu stehen, verleiht diesen Menschen Flügel und lässt sie zeigen, was in Ihnen steckt.
Es soll Ihnen als Betrachter unserer Bilder überlassen bleiben, die Situationen und Gefühle der Teilnehmer zu betrachten und den erreichten Gewinn für die einzelne Person zu ermessen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie dabei erkennen werden, dass zu einem würdigen Sein in unserer Gesellschaft auch eine Mindestausstattung an materiellen Gütern gehört, selbst wenn man den Fragen des Konsums kritisch gegenüber steht. Das gewisse Maß, verschieden und individuell wie die konkrete Persönlichkeit, sollte jedem Mitglied unserer Gesellschaft zur Verfügung stehen, damit es sich so zeigen kann, wie es seinen Fähigkeiten entspricht. Unabhängig von den materiellen Möglichkeiten. Diamanten sind nicht nötig. Kleine Dinge tun bereits eine große Wirkung.
Viel Freude, Erkenntnisgewinn und eigene Gedanken zu dem, wie wir "vorher" und "nachher" sind, wünschen Ihnen die Autoren und der Fotoclub Dresden 74 e.V.
Diese Präsentation findet im Dresdner Pflege - und Betreuungsverein e.V.
Amalie - Dietrich - Platz 3, 01169 statt
Wir freuen uns auf Ihren Besuch
Ihr Horst Kath